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1976

Wie man nicht schwer (vom Nachnamen her) erraten kann, bin ich Walliserin. Worauf ich auch stolz bin. Wenn jetzt die Frage auftaucht, ob ich den Walliserdialekt auch noch kann, ja ich spreche noch Walliserditsch :-) Ich passe mich einfach dem Gegenüber an. Gebürtig bin ich aus Unterbäch (VS), besser kenn ich jedoch Leukerbad, da ich einige Ferien dort verbringen durfte.

1980


Ich wuchs mit meinen Eltern (Vater aus dem Wallis und Mutter aus dem Kanton Zug) und meiner Schwester in Muttenz auf. In Muttenz durfte ich auch den übliche Werdegang "absitzen", Kindergarten, Primar - und Sekundarschule. In dieser Zeit verbrachte ich viel Freizeit im Jungwacht - Blauring oder machte Kinderhütedienst. Die Liebe zu Kindern habe ich immer noch.



Im sportlichen machte ich versuche im Tennis und Leichtathletik, ebenso spielte ich einige Zeit Handball. In der Freizeit ging ich gerne tanzen, man brachte mich fast nicht mehr von der Tanzfläche. In Basel waren meine Lieblingsdiskotheken das Borsalino und die Route66. Leider gibt es beide nicht mehr... :-(  Dies waren noch Zeiten!! Schon lang ists her....

Am Träumen....

Nach der obligatorischen Schulzeit verbrachte ich 1 Jahr in Le Mont sur Lausanne, um meine Französischkenntnisse aufzubessern. Die Zeit verging im Fluge, die Familie mit 3 Kindern, war super. Nach diesem Jahr fing ich die Lehre bei der Schweizerischen Post an. Die Arbeit bereitete mir grosse Freude, ich hatte es gut mit der Kundschaft und wir waren ein super Team bei der Arbeit. Von meiner Schaltertätigkeit verabschiedete ich mich dann und bildete mich für den PostShop weiter. War eine spannende Zeit, und ich durfte im 2000 auch noch Heiraten.

Meine Hochzeit im Jahr 2000

In den Flitterwochen...

Weihnachten in Muttenz...

Nach meiner Trennung verschlug es mich im 2001 nach Zürich, dort verbrachte ich eine interessante und lehrreiche Zeit im PostShop und im CallCenter. Jedoch gefiel mir Zürich nicht so recht. Deshalb entschied ich mich in die Berge zu ziehen, das schöne Bündnerland. Hier wechselte ich von der Schweizerischen Post " Poststellen und Verkauf " zu " PostFinance ". Die nötigen Weiterbildungen absolvierte ich während 2 Monaten in Bern. Ich fand rasch Anschluss in Graubünden und fühlte mich bald heimisch. Nach Basel fuhr ich noch regelmässig an Wochenenden, wenn mein Terminkalender dies zuliess... :-)

Jägerabend in Domat Ems...

Im Jahr 2005 änderte sich von einem Tag auf den anderen einiges für mich, meine Familie, Umgebung und meine Freunde. Die Veränderung war gross, ich konnte einiges nicht mehr ohne Hilfe bewältigen und war auf einen Rollstuhl angewiesen. Dies war ein gravierender Einschnitt in mein Leben. Es brachte einigen Ärger, Ungewissheit und Veränderungen mit sich, mit diesen ich mich zu Beginn nicht recht anfreunden wollte und konnte. Ich tat mich sehr schwer den Rollstuhl und die neue Situation zu akzeptieren, oder die Hilfe anzunehmen. Da kann ich mich glücklich schätzen, dass mein Umfeld mich supertoll Unterstützt hat!!

Meine Zeit im Jodlerclub... Wallisertracht...

Unterdessen sehe ich einiges anders. Zu Beginn meiner "Rollstuhllaufbahn" konnte ich meine Arbeit bei PostFinance behalten. Jedoch gab es Veränderungen und es ging mit dem Rollstuhl nicht mehr. Seit Herbst 2008 bin ich auf Arbeitssuche, was ein wenig frustrierend ist, jedoch gebe ich nicht auf :-)  Wie sagte kürzlich ein lieber Mensch zu mir: "Wo eine Tür zu geht, geht an einem anderen Ort eine Türe wieder auf" . In der Zwischenzeit habe ich eine tolle Beschäftigung gefunden, ich darf als Aushilfe in der Felsenbar Arbeiten. Diese Tätigkeit bereitet mir grosse Freude, die Gäste und das Team sind genial! 

Vor dem Ausgang...

Ich erledige die Hausarbeiten selbst, mache jeden Tag Übungen für die Beine, habe mit Rollstuhlsport begonnen, schätze Freundschaften und geniesse auch das Leben! Vieles lernte ich im alltäglichen Leben. Die Reaktionen von Menschen sind unterschiedlich. Sei es Personen sehen mich beim Einkaufen, beim Sport, oder im Ausgang. Es gibt Reaktionen wie: "Toll, Du geniesst das Leben trotz Rollstuhl und bist eine aufgestellte Person" jedoch gibt es auch die anderen Reaktionen: "Was macht eine behinderte Person um diese Zeit in der Stadt? Behinderte Menschen gehören nach Hause"...

An der Tour de Suisse trifft man so manche Berümtheit...

Mit Koni Hallenbarden...


Toni Rominger...

Zu Beginn tat ich mich sehr schwer mit solchen Aussagen. unterdessen habe ich gelernt, meist mit einem Spruch zu Antworten. Vorallem bin ich ein Mensch wie jede/jeder andere auch, auch ich habe meine Hochs und Tiefs. Unterschied, ich habe 4 Räder unter mir, was zum Teil auch ein Vorteil sein kann: Ich habe immer gleich meine Sitzgelegenheit dabei ;-) Humor muss sein...

Tanja Guttmann...

Mein Umfeld (Familie, Freunde, Arbeit, Ausgang etc) behandelt mich ganz normal, was ich sehr schätze! Ich bin immer noch die Person Tanja wie früher!

Ich Danke allen für Ihre Unterstützung und für die Freundschaften!!!





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